Sabine Pinisch

#38 Wie nimmt man ab? Mein Weg, mein Ziel zu erreichen.

Wie habe ich es geschafft? Warum? Und konnte ich es halten?

Denn das waren die am häufigsten gestellten Fragen. Und nun nach fast genau einem Jahr möchte ich euch gern daran teilhaben lassen. Das ist meine Story. Ob sie bei anderen funktioniert, weiss ich nicht. 😉 Aber das kann man ja individuell erarbeiten. 

Im Nachhinein würde ich vielleicht auch Dinge anders angehen (Das beschreibe ich auch zum Ende des Artikels) aber es hat funktioniert und das Ergebnis zählt…

Zuerst möchte ich die Frage: “Warum?” beantworten.

Fast jeder meinte: “Du warst doch nicht dick!” Das stimmt. Ich war nicht dick. Ich habe immer gern Sport gemacht, mich viel bewegt und sicher war ich auch nicht übergewichtig. Mein Problem war, mir fehlte es an meiner Leichtigkeit. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich hatte das Gefühl, dass ich einen Ballast mit mir rumschleppe und den wollte ich loswerden. Irgendwie gehörten die überschüssigen Pfunde nicht zu mir. Vielleicht hat es diese Einstellung auch gut möglich gemacht mein Ziel zu erreichen.

Es war am 1. Juli 2021. Ich stand mit meinem Sohn in der Küche und wir unterhielten uns. Da er selbst viel trainiert und auch sehr auf seine Ernährung achtet, kamen wir dazu ins Gespräch und ich fragte ihn, ob er eine Idee hat, wie ich die überschüssigen Pfunde loswerde.

Was dann geschah, kenne ich witzigerweise aus vielen meiner Coachings. Er fragte mich Fragen wie: 

  • Was ist denn dein Ziel? 
  • Bis wann möchtest du es schaffen?
  • Was hindert dich daran?
  • Wieviel genau möchtest du denn gern wiegen?
  • Was isst du gern?
Und da ich mir sehr sicher war, dass nun der richtige Moment ist, gingen wir es an. Er berechnete meinen Grundbedarf an Kalorien und wir setzten ein Ziel, wieviel ich am Tag essen darf. Das funktionierte auch gut, da ich von dem Tag an auf eine proteinreiche Ernährung umgestiegen bin. Das macht weniger Hunger, ich esse es ohnehin sehr gern und es sorgte dafür, dass die Muskeln erhalten bleiben und ich nicht aussah wie ein eingefallener Luftballon 😉 Süßes war für die nächsten Wochen tabu… Ich zählte eine Woche lang akribisch die Kalorien und bekam so ein Gefühl, wie viel Essen eigentlich passt.
Die Umstellung war auch ein wenig anstrengend. Deshalb habe ich in den ersten Wochen auf schweres Training verzichtet und bin lieber ein bisschen Rad gefahren oder ging spazieren. 
Innerhalb des ersten Monats habe ich so fast 5kg verloren. (Die Kalorienzählerei habe ich aber schnell wieder gelassen und stattdessen immer mal stichprobenartig kontrolliert.)
Da dann die Urlaubszeit anstand und ich nicht auf alles verzichten wollte, ging der nächste Schritt etwas langsamer.Ich habe trotzdem auf eine proteinreiche Ernährung geachtet aber die Kalorien etwas ausser Acht gelassen. Was aber auch dazu führte, dass wir uns viel und gut bewegt haben und ich habe mich sicher auch deshalb sehr wohl gefühlt. Ich verlor auch über diese Zeit 1-2 kg
 

So im Nachhinein betrachtet, kam erst dann die für mich “richtige” Phase. Die proteinreiche Ernährung blieb bestehen aber wenn ich Hunger hatte, aß ich auch mal anderes. Ich achtete sehr darauf auf nichts zu verzichten und es mir richtig gut gehen zu lassen. Auch Süßes stand wieder auf dem Plan.

Stattdessen setzte ich an einem anderen Punkt an: Mein Sohn machte mir einen Plan zum Krafttraining. Das klang erstmal komisch, zumal das irgendwie für Frauen nicht so alltäglich ist. Aber ich hatte Lust drauf und probierte es aus. 

Mit anfangs viel Muskelkater und auch dem ein oder anderen Fluchen, weil es verdammt anstrengend war, begann ich ab September ganz langsam Muskeln aufzubauen. Das wiederum sorgte für Hunger und ab dem Tag habe ich auch wieder deutlich mehr gegessen. Denn der Körper muss ja auch gut versorgt werden.

Diese Art des Essens und Trainings habe ich nun seit fast 10 Monaten beibehalten und es funktioniert wunderbar. Insgesamt habe ich 12kg abgenommen (in den ersten 3 Monaten) Das Gewicht bleibt stabil. Ich trainiere gern und fühle mich fit und ich habe das Gefühl, dass mein Stoffwechsel gut zu tun hat und mich damit auch gesünder macht. Meine Leichtigkeit ist zurück und sorgt natürlich im Weiteren auf Lust an Bewegung und gesundem, reichhaltigem Essen.

Natürlich gab es auch Phasen, in denen man sich hinterfragt hat oder ins Zweifeln geraten ist. Außerdem war auch oft die Angst da, dass man wieder zunimmt. Da haben viele gute Gespräche geholfen und irgendwann macht man die Erfahrung dass es gut ist wie es ist. Es ist eine Art neuer Lebensstil geworden und der fühlt sich gut an.

Meine Jungs haben mich die ganze Zeit gut motiviert, auf Trab gehalten und wir haben uns zu leckeren Rezepten ausgetauscht. Das hat viel ausgemacht und sehr zum Erfolg beigetragen. 

Danke fürs lesen und ich freue mich wie immer über Feedback, Fragen und Kommentare 🙂

Sabine Pinisch

Falls ich es nochmal angehen müsste, würde ich mir selbst folgende Regeln geben:

  1. Bau Muskeln auf!
  2. Iss gut und nahrhaft (proteinreich)
  3. Lass ein bisschen das Süße weg… 
  4. Beweg dich gut (10.000 Schritte am Tag oder etwas ähnliches)
  5. Alkohol ist kontraproduktiv (macht zuviel Appetit)
  6. Hör auf deinen Bauch!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.